Karakara

 
Ordnung
Falken
Familie
Geierfalken
Gattung & Art
Polyborus plancus
 

Körpermaße
Länge: 56-61 cm
Flügelspannweite: 130 cm
Schnabellänge: 3,3 cm
Gewicht: 1 kg
Fortpflanzung
Geschlechtsreife: mit 2-3 Jahren
Brutzeit: Südamerika: November-Dezember; USA: Dezember-April
Gelege: 2-4 weiße, braungefleckte Eier
Brutdauer: 28-32 Tage
Nestlingsdauer: 50-60 Tage
Lebensweise
Verhalten: tagaktiver Jäger und Aasfresser
Nahrung: kleine Vögel, Säugetiere, Insekten, Fische, Abfälle
Lautäußerung: rauhes Gackern
Lebenserwartung: 30 Jahre
Vorkommen:USA, Sudamerika

Vorkommen
 
Lebensraum
Der Karakara lebt vor allem in offener Landschaft, wo er potentielle Beutetiere gut ausmachen kann. Er ist auch in Gegenden mit vereinzeltem Baumbestand zu finden, doch bevorzugt er heißes, halbwüstenartiges Tiefland mit niedriger Vegetation
Er kann sich an kälteres Klima anpassen und lebt beispielsweise auch in den Anden, nicht selten in Höhen von bis zu 3000 m.


Nahrung
Dieser Allesfresser tötet kleine Vögel, Reptilien, Nagetiere und frißt auch Insekten, Käfer und Larven, sowie Aas von überfahrenen Tieren. Wo sich gute Nahrungquellen auftuen, versammelt sich meistens eine ganze Schar dieser Vögel.
Manchmal geht dieser große Falke die Nahrungssuche auch aggressiver an. Er tötet geschwächte Lämmer, zwingt Pelikane dazu, ihre gefangenen Fische fallenzulassen und verfolgt sogar Geier in der Luft, bis sie ihre Nahrung schließlich auswürgen.

Fortpflanzung
Während der Balz verhält scih das Männchen zu anderen Männchen aggressiv. Während des Balzfluges schaut der Vogel über eine Schulter nach hinten und stößt einen lauten Gackerton aus.
Das Nest besteht aus einem Haufen Stöcken, Viehdung, verschiedenen anderen Materialien und wird in der Regel in einen dichtbelaubten Baum, einen hohen Kaktus oder in eine Palme gesetzt.

Wissenswertes

Eisenbahnarbeiter in Brasilien sollen Karakaras mit auf Stöcke gesteckten Fleischstücken füttern, die sie aus den Zugfenstern halten. Die Vögel fliegen nahe heran und schnappen sich die Bissen.

Der Karakara ist nach seinem lauten, rauhen Ruf, den er im Flug ausstößt benannt.

In den USA wurden Karakaras von Farmern verfolgt, da sie ihnen eine Gefahr für ihre Schafherden sahen. Heute sind sie dort gesetzlich geschützt.

Seinen breiten, abgerundeten Schwingen und dem gemächlichen, schwerfälligen Flug zum Trotz ist der Karakara nah verwandt mit unseren Falken, die schmale Schwingen und einen schnellen Flug aufweisen.

Er ist die einzige Falkenart, die ein eigenes Nest baut.

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