Goldfasan

 
Ordnung
Hühnervögel
Familie
Glattfußhühner
Gattung & Art
Chrysolophus pictus
 

Körpermaße
Länge: Männchen 80-110 cm, Weibchen 60-70 cm
Flügellänge: 65-75 cm
Gewicht: 600-900 g
Fortpflanzung
Geschlechtsreife: Weibchen mit einem Jahr; Männchen in der Regel mit 2 Jahren
Brutzeit: April/Mai
Gelege: 5-12 gelbliche Eier
Brutdauer: 22 Tage
Nestlingsdauer: 12-14 Tage
Lebensweise
Verhalten: scheu und zurückgezogen, lebt am Boden; territorial
Nahrung: Beeren, Samen, Blüten, Spinnen und Insekten
Lebenserwartung: bis 8 Jahre in Gefangenschaft
Verwandte Arten
Nah verwandt ist der Diamantfasan (Chrysolophus amherstiae), mit dem es gelegentlich zu Kreuzungen kommt.
Vorkommen:
China

Vorkommen
 
Lebensraum
Die ursprüngliche Heimat des Goldfasans sind die Bergregionen in Zentralchina, wo er in Höhen bis zu 2000 Metern lebt. Am wohlsten fühlt er sich in den Bambusbeständen der felsigen Vorgebirge und meidet geschlossenen Wald, feuchte Gegenden und offenes Land. Mit der zunehmenden Bewirtschaftung seines Verbreitungsgebiets ist er mehr und mehr auch in den Teeplantagen oder an den Rändern von Terassenfeldern anzutreffen.
Einigen der nach Großbritannien eingeführten Vögel ist die Flucht aus der Gefangenschaft gelungen; sie haben sich später so gut vermehrt, daß der Goldfasan heute als Brutvogel Großbritanniens anerkannt ist.
Dort bevorzugt er völlig andere Lebensräume als in seiner ursprünglichen Heimat. Im allgemeinen sucht er sich dichte Waldschläge mit Kiefer und Lärche, aber auch Mischwälder, von wo aus er ins offene Land auf Nahrungssuche geht.

Goldfasan und Mensch
In China wird der Goldfasan sowohl wegen seines Fleisches als auch seines prachtvollen Gefieders mit Fallen gejagt. In der Vergangenheit wurden ebenfalls viele Vögel für den Export in zoologische Gärten und Fasanerien gefangen. Diese Bejagung hat offenbar jedoch nicht zu einer merklichen Dezimierung der Goldfasane geführt, auch wenn die genaue derzeitige Zahl wildlebender Vögel nicht bekannt ist. Auf der ganzen Welt werden viele tausend Goldfasane von Vogelliebhabern, die ihn wegen seines exotischen Gefieders schätzen, gehalten.

Wissenswertes

Der Goldfasan wurde Ende des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal nach Europa eingeführt.

Während der Balz äußert das Männchen ein lautes Zischen, das wie das Geräusch klingt, das beim Entweichen von Luft aus Reifen entsteht.

Der Goldfasan paart sich auch mit dem Diamantfasan und bekommt fruchtbare Junge. Ebenso kreuzt er sich mit dem Silberfasan, wobei die jungen Männchen fruchtbar, die jungen Weibchen jedoch unfruchtbar sind.



Fortpflanzung Der Goldfasan lebt die meiste Zeit des Jahres allein - im Frühling jedoch versucht das Männchen, durch lautes Krähen ein Weibchen in sein Revier zu locken. Sein Kontaktruf ist ein grelles und metallisches "tschak". Kann er damit ein Weibchen anlocken, folgt ein kunstvoller Balztanz, währenddessen das Männchen plötzlich innehält und mit seinem Kopf dem Weibchen so nahe wie möglich kommt, um ihm seinen Federkragen zu präsentieren. Gleichzeitig lässt er den zugewandten Flügel hängen und dreht sich so zu seiner Partnerin, dass sie seinen goldfarbenen Bürzel und die prächtig gefärbten Schwanzfedern sehen kann. Beeindruckt er damit das Weibchen genug, kommt es anschließend zur Paarung.
Über den Nestbau des Goldfasans ist wenig bekannt.
In Gefangenschaft legen die Vögel ihre Eier in der Regel in eine verborgene Aushöhlung in dichtem Pflanzendschungel. Das Goldfasanmännchen beteiligt sich weder am Brüten noch an der Aufzucht der Jungen. Während des 22tägigen Brütens muss sich das Weibchen völlig auf sein braungesprenkeltes Gefieder verlassen, das sie gut tarnt und vor Nesträubern schützt. Die Jungen bleiben noch etwa 4 Monate bei der Mutter, bis sie selbständig sind.

[Übersichtskarte] [Home] [Tiere von A - Z]