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19.08.2004: Wird aus dem Känguru-Paar eine Familie?

NEUMARKT (ih) - Vergnügt hopsen sie durch ihr Gehege im Neumarkter Jura-zoo, naschen vom grünen Klee und begutachten ihre neue Heimat: die beiden Wallabi Ben-net Kängurus.
Fritz Pelech, Besitzer des Jura-Zoos, betrachtet die beiden Neuzugange mit strahlenden Augen. Schließlich hat es lange gedauert, bis er sich diesen Wunsch erfüllen konnte und nun auch Kängurus zu seinem Tierbestand zahlen darf. Bekommen hat Pelech die beiden Beuteltiere von einem Züchter in Pottenheim. Eigentlich zuhause sind diese sehenswerten Tiere allerdings in Tasmanien in Australien.
Dass sie derzeit noch namenlos sind, stört das Känguru-Pärchen selbst wohl wenig. Eventuell darf aber ein Pate darüber entscheiden, wie die hupfenden Zoobewohner heißen sollen.
Mit etwas Glück tragt die Känguru-Dame Nachwuchs im Beutel, verrat Pelech.
Sicher ist man sich aber nicht. Spätestens im nächsten Frühjahr wird dieses Rätsel gelost: Entweder es lugt ein Känguru-Baby aus dem Beutel oder eben nicht.
Auch bei anderen Zoobewohnern wartet man gespannt auf Nachwuchs. Die beiden in Friesland geborenen Kapuzineraffen Bebbo und Rosi geben Hoffnung auf mögliche Zuchterfolge. Aber vorerst finden sie die Würmer, die ihnen als Belohnung für das Posieren für ein Foto gereicht werden, viel interessanter.
Im Affenkäfig ist was los!
Vielleicht werden ihnen die Lisztäffchen, nach dem Komponisten benannt, hier noch zuvorkommen. Die Lisztäffchen aus dem Amazonas sind eine Besonderheit des Zoos, da sie nur in wenigen Zoos gezeigt werden. In Neumarkt jedenfalls fühlt sich diese Affenart wohl und tobt fröhlich durch den Käfig.
Nicht nur ein neuer Vogel, ein Temink Tragopan, hat in letzter Zeit das Bild des Zoos erweitert. Das Gelände wird stark erweitert, bis zu 3000 Quadratmeter Flache sollen dazukommen. Die ersten Neuanlagen sind schon in Betrieb. So gibt es jetzt neben dem neuen Kängurugehege eine Pferdekoppel und einen Streichelzoo, der zu einem Großteil von Ziegen bewohnt wird. Vor allem bei Kindern kommt dieser sehr gut an. Hier trennen sie einmal keine störenden Zäune von ihren Lieblingen.
Weiher für Schwimmvögel
Geplant ist noch ein weiteres großes Projekt. Ein Weiher soll bald entstehen, der verschiedene Entenarten und andere Vogel beherbergen soll. Im nächsten Jahr, so hofft Fritz Pelech, konnte dieser Teil des Neugeländes fertig gestellt werden. Dann kann er sich einem weiteren Wunschtraum zuwenden: Er möchte ein Gehege für Pinguine in seinem Zoo anlegen. Damit wäre der Ausbau dann vorläufig abgeschlossen.
Das wird aber noch eine Weile dauern und so kann sich die Neumarkter Bevölkerung erst einmal an den neuen Kängurus erfreuen, die neugierig aus ihrem Gehege auf die Besucher blicken.
Texte aus NM von Ulrike Görz und aus Wochenanzeiger. Foto: Fritz Etzold


15.04.2004: Pferde-Mädel wollte nicht trinken

Im Jura-Zoo gibt es Nachwuchs. Die dreijährige Pony-Stute Gina brachte am Sonntagabend ein weibliches Fohlen zur Welt. "Das war ein Kampf mit dem Burschen", erzahlt Zoobesitzer Fritz Pelech. Von 8 Uhr abends bis 3 Uhr in der Früh mussten die menschlichen Geburtshelfer der jungen Mutter beistehen.
Die Geburt verlief zwar normal, doch wollte die Kleine nicht trinken. "Dabei ist es lebenswichtig für ein Fohlen, in der ersten halben Stunde die es auf der Welt ist, zu trinken", erzählt Pelech. Auch danach müsse es in einem 20- bis 30-Minuten-Rhyth-mus gesäugt werden.
Weil es das nicht tat, rief Fritz Pelech einen Pferde-Experten aus Freystadt an. Der half die ganze Nacht hindurch, melkte die Mutter, gab dem Kleinen aus der Flasche zu trinken und machte es mit den Zitzen seiner Mutter bekannt. "Er hatte eine unglaubliche Geduld", erinnert sich der Zoobesitzer. "Bestimmt 1000 Mal" habe er versucht, dem Kleinen die Muttermilch schmackhaft zu machen. Dann endlich trank das Fohlen.
Das kleine Pony soll aber nicht der einzige neue Bewohner des Jura-Zoos bleiben. Ein Storchen-Pärchen hat gerade fünf Eier im Nest liegen. Alle drei Stunden ist deshalb Wachablösung beim Brüten für die beiden Vogel angesagt.
Außerdem erwartet Fritz Pelech zwei tasmanische Kängurus, die im Mai aus dem Beutel ihrer Mutter kriechen sollten. Ihr neues Gehege ist schon fertig, denn der Zoo ist am An- und Umbauen. So gibt es einen neuen Streichelzoo, in dem man auf Tuchfühlung mit Fritz Pelechs Ziegen gehen kann. Ein Pinguin-Bassin ist im Bau, und eine Anlage für Raubtiere ist ebenfalls geplant.